In der vorletzten Runde der Schwabenliga I standen die Vorzeichen vor dem Spiel bereits ungünstig: Wir als Vorletzter mussten gegen den Tabellenführer Schachfreunde Augsburg unbedingt Punkte gegen den Abstieg holen.
Das Spiel begann zunächst verheißungsvoll. Stefan Winterkamp konterte seinen Gegner aus, gewann die Dame und Spiel. Auch das Remis von Alexander King am Spitzenbrett spielte uns noch in die Karten.
Danach folgten aber fünf (!) Niederlagen in Folge. Das Spiel war verloren und der Sieg von Thilo Welz brachte lediglich ein bisschen Ergebniskosmetik.
Wir sind auf dem letzten Platz der Tabelle angekommen und können selbst mit einem Sieg in der letzten Runde den Klassenerhalt aus eigener Kraft nicht mehr schaffen.
Gleich vier unserer Jugendlichen konnten sich für die schwäbischen Jugendeinzelmeisterschaften qualifizieren. Hier, wo sich die Besten der Besten aus ganz Schwaben treffen, ist das schachliche Niveau sehr, sehr hoch.
Unsere Vier spielten jeder ein sehr gutes Turnier, auch wenn am Ende kein Platz auf dem Podium heraussprang:
U-12-Altersklasse: Rayan Schwarz: 4. Platz (6,5 Punkte) Oliver Fischer: 19. Platz (2,0 Punkte)
U-18-Altersklasse: Peter Fischer: 10. Platz (2,5 Punkte) Leon Olfert: 11. Platz (1,0 Punkt)
In der 6. Runde der Schwabenliga empfing unsere I. Mannschaft den SK Caissa Augsburg.
Das Spiel war an allen Brettern bis in die Endspielstellungen sehr ausgeglichen und letztlich entschieden nur Nuancen über den Ausgang der Partien. Am Ende fehlte uns ein halber Brettpunkt für wenigstens ein 4-4 Unentschieden. Natürlich schade, da wir jeden Punkt gegen den Abstieg benötigen.
Thilo Welz und Stefan Winterkamp gewannen ihre Partien. Alexander King, Jonathan Kölbl und Pawel Poniatowski spielten remis.
Auch in der dritten Runde der A-Klasse blieb unsere III. Mannschaft siegreich.
Im Heimspiel gegen die II. Mannschaft aus Buchloe spielten zunächst Rayan Schwarz und Stefan Winterkamp remis, ehe Peter Fischer mit einer sehenswerten Kombination in einem Schwerfigurenendspiel siegte. Die Führung wurde von Erik Lehmann und Josef Starkmann mit technisch gekonnten Endspielen uneinholbar ausgebaut. Den Schlusspunkt setzte Anton Fischer mit einem Unentschieden in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern.
Die III. bleibt somit Tabellenführer in der A-Klasse.
Zum Auftakt in das Schachjahr 2026 mussten wir im Rahmen des mittelschwäbischen Mannschaftspokal bei Königsbrunn antreten.
Mit Alexander King, Hans Hornung, Pawel Poniatowski und Lorenz Heinrich brachten wir vier unserer Top-Spieler an die Bretter. Nachdem auch die Königsbrunner mit ausschließlich Spielern von den vorderen Brettern der I. Mannschaft gut aufgestellt waren, versprach das Spiel ein Ritt auf der Rasierklinge zu werden.
Alex hatte es mit einer Igelstellung auf beiden Brettseiten zu tun. Nach einigen Manöverzügen einigte man sich schließlich auf remis. Hans hatte nach der Eröffnung eine fabelhafte Stellung und gewann kurz darauf seine Partie. Bei Pawel dagegen hatte der Gegner zunächst die vorteilhaftere Stellung nach der Eröffnung. Pawel wehrte sich erfolgreich, gewann und wir führten uneinholbar 2,5-1,5. Die letzte Partie von Lorenz war somit für das Weiterkommen im K.O.-Wettbewerb unbedeutend und er gab seinen Kampf auf.
Toller Beginn für uns im Jahr 2026. In der 2. Runde wartet Buchloe auf uns.
Die III. Mannschaft musste zu einem Auswärtsspiel in Mindelheim antreten.
Der Gegner von Josef Starkmann hatten den Termin verschusselt und wir gingen nach einer Stunde in Führung. Jonathan Weber erhöhte kurz darauf auf 2:0. Nach einer unglücklichen Niederlage von Leon Olfert einigte sich Rolf Jung, der dankenswerterweise für den verhinderten Karl-Rainer Krämer einsprang, in einer festgefahrenen Stellung auf remis. Peter Fischer hatte von der Eröffnung weg eine wilde Stellung auf dem Brett. Beide Könige irrten umher und ständig hing weißes und schwarzes Material in der Luft. Wie es dann oft so ist, verschwindet das Spielmaterial nach und nach und man einigt sich auf unentschieden.
Ein Mannschaftsunentschieden hatten wir schonmal sicher, aber wollten natürlich mehr.
Stefan Winterkamp holte sich erst zwei gegnerische Bauern, fand nach gefühlt tausend Damen-Schachgeboten endlich einen sicheren Platz für seinen König und gewann. 4:2 für uns!
Die II. Mannschaft hatte mal wieder enorm viele Ausfälle beim Stammpersonal. Nachdem sich auch keine Ersatzleute finden konnte, mussten wir das Spiel gegen Buchloe kampflos hergeben.
Der vierte Spieltag in der Schwabenliga I führte uns zu den Schachfreunden aus Grönenbach.
Eigentlich ein Gegner auf Augenhöhe, aber diesmal sollte nichts zusammenlaufen.
Insbesondere an den hinteren Brettern gelang außer Stefan Winterkamps remis nichts.
Nachdem wird dann an den vorderen Brettern weitere Unentschieden durch Lorenz Heinrich, Hans Hornung und Alex King einfuhren und Pawel Poniatowski in einem technisch brillanten Turmendspiel den vollen Punkt holte, waren am Ende nur drei Brettpunkte und eine Niederlage auf der Habenseite.
Zum Saisonauftakt in der A-Klasse gab es seit vielen, vielen Jahren mal wieder ein Lokalderby zwischen der II. und III. Mannschaft.
Während die III. ihre Top 6 an die Bretter brachte, müsste die II. drei Spieler ersetzen.
Die jungen Wilden aus der III. Peter Fischer, Leon Olfert und Jonathan Weber hatten nach der Eröffnungsphase bereits Stellungsvorteile auf dem Brett, die sie schnell zur 3-0 Führung verwerten konnte. Nachdem sich Manuel Jahn und Stefan Winterkamp am Spitzenbrett remis trennten, war der Wettkampf bereits zugunsten der III. entschieden. Die beiden verbliebenen Partien zwischen Stefan Hoffmann – Karl-Rainer Krämer und Marcel King – Josef Starkmann wurden daher ohne weiteren Kampf unentschieden gegeben.
Das Spiel endete somit deutlich überraschend mit 4,5-1,5 für den Underdog.
Wir konnten beim ersten Heimspiel in der neuen Saison mit Bestbesetzung spielen, was gegen die erwartet starken Meringer in der Schwabenliga I auch notwendig war.
Die Eröffnungen verliefen an allen Brettern ausgeglichen.
Bei Jonathan an Brett 4 blieb dies auch um Mittelspiel so. Keiner der beiden Spieler konnte einen Stellungsvorteil herausarbeiten. Somit gab es an Brett 4 ein Remis.
Thilo an Brett 7 hatte eine ausgeglichene Mittelspielstellung. Der Berichterstatter konnte nicht sehen, wie Thilo seine beiden Königsbauern verlor, nur was das entstehende Endspiel mit jeweils Dame, Leichtfiguren und Bauern glatt verloren, da in einem Endspiel zwei Mehrbauern sehr gewichtig sind.
Dafür gewann zeitgleich Joshua an Brett 8 mit etwas Stellungsglück, wie er selbst sagte. Damit war im Zwischenergebnis noch alles in Butter.
Wolfgang an Brett 6 konnte sich zwei Freibauern am Damenflügel erarbeiten. Im Turmendspiel brachte er seinen Freibauern bis nach b7 und konnte mit Tb5, gedeckt von Bc4, den gegnerischen König binden. Damit konnte sein König die schwarzen Bauern am Königsflügel bedrohen.
Leider verlor Alexander am Spitzenbrett äußerst unglücklich. Er hatte in Eröffnung einen Bauern gewonnen, nur hatte sein Gegner dafür einen aktiven König im Endspiel mit jeweils zwei Türmen und einer Leichtfigur. Die Stellung entwickelte sich dann problematisch, weil sein Gegner auf dem Damenflügel seine dortige Majorität zu einer Bauernkette a4, b5 und c6 voranbringen konnte; damit waren zwei verbundene Bauern gegen die Türme als Verteidiger. Alexander konnte umgekehrt seine gegengewandte Bauernmajorität nicht in gleicher Weise in Gang setzen. Die Position war verloren.
Lorenz an Brett 5 hatte eine gleiche Stellung mit geschlossener Bauernkette. Beide Spieler hatten Dame, zwei Türme und Läuferpaar. Lorenz öffnete die Stellung für einen aussichtsreichen Angriff. Sein Gegner fand jedoch einen genialen Gegenangriff unter Turmopfer und Ablenkung und Lorenz musste wegen diesem unwiderstehlichen Mattangriff aufgeben. Chapeau für den Gegner!
Hans an Brett 2 hatte „remisartiges“ Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern, aber sein Gegner hatte zwei verbundene Freibauern. Hans gelang es nicht auf den weißen Feldern mit seinem Läufer eine Festung zu bauen, da der schwarzfeldrige Läufer des Gegners den König von der Verteidigung abschnitt.
Pawel an Brett 3 zauberte im Endspiel mit am Ende jeweils einen Springer und Bauern. Sein Gegner opferte seinen Springer, weil er dafür aussichtsreich die drei verbleibenden Bauern von Pawel mit dem König angreifen konnte, Wie dann Pawel mit dem Springer seinen Bauern auf d5 verteidigte und mit seinem König und Springer den Freibauer auf der c-Linie austempierte, war meisterhaft. Nachdem Pawel seinen Springer gegen den Freibauern opferte, konnte sein König als erster den Bauern erreichen und dann den entstehenden Freibauer zur Dame verwandeln. Eine technisch feine Partie von Pawel.
Insgesamt war es ein schöner Mannschaftskampf, da wieder an allen acht Bretter umkämpfte Partien zu sehen waren. Leider wurden wir im Ergebnis knapp geschlagen.